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MAQUA e.V.

„Angstraum“ Unterführung Karlsplatz Rheinau zum „Mutraum“ umgestaltet

Über den Aktionsfond „Urbane Investitionen in öffentlichen Räumen“ der Stadt Mannheim wurde auf Initiative des Fördervereins der Konrad-Duden-Realschule der „Angstraum Unterführung Karlsplatz“ mit Schüler*innen der Konrad-Duden-Schule während einer Projektwoche zum „Mutraum“ umgestaltet. Ziel des Fonds ist es, Orte im öffentlichen Raum, die als problematisch oder vernachlässigt wahrgenommen werden, zumindest zeitweise einer anderen Art von Nutzung zugänglich zu machen. Dabei sollen insbesondere Nutzerinnen und Nutzer dieser Räume aktiviert werden, den Raum von einer anderen Perspektive wahrzunehmen, ihn dabei auch umzugestalten oder umzuwidmen. Grundsätzlich ist die Frequentierung eher gering und die Unterführung meist menschenleer. Sie wird somit zu jeder Tageszeit als unangenehmer Ort wahrgenommen. So wird sie von den meisten Schüler*innen gemieden, die stattdessen lieber den verkehrsreichen Zubringer zur B36 überqueren, um von der Straßenbahnhaltestelle zur Schule zu kommen. Zudem ist die Unterführung in den Abendstunden Treffpunkt für Mutproben und Schlägereien von Jugendgruppen und jungen Erwachsenen. Für den Karlsplatz stehen bald größere Umbaumaßnahmen zum barrierefreien Ausbau an. Für eine Umgestaltung, Zuschüttung oder andersartige Veränderung dieses Angstraums sind leider keine Mittel vorgesehen.

Um die Unterführung zum einen temporär umzunutzen, aber auch um sie zum anderen langfristig aufzuwerten, wurde sie zunächst zum „Kunstraum“. Dabei wurde sie unter Anleitung der Cartoon-Künstlerin Annika Frank während der Projektwoche der Konrad-Duden-Realschule umgestaltet. Vom 27.06. bis zum 30.06.2023 waren die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrer Kunstlehrerin Marianne Bischof vor Ort, haben die Unterführung belebt und mit ihren Motiven bemalt. Die Schüler*innen, die diesen Raum normalerweise meiden, haben dort mehrere Stunden verbracht und ihre Präsenz auch verewigt.

Annika Frank erklärt: „Jeder Teilnehmende der Projektgruppe hat zunächst sein oder ihr persönliches „Mutmotiv“ erarbeitet. Diese entstanden aus der Leitfrage „Was ist für mich Mut?“. In der Unterführung wurde der 12 Meter lange Schriftzug „Mutraum“ angebracht und in 30 Teilabschnitte unterteilt. Jede*r Schüler*in erhielt zwei Felder, die sie/er gestalten konnte. Eines der Felder wurde flächig in einer Farbe angemalt, die „Mut“ repräsentiert. Das zuvor erarbeitete „Mutmotiv“ wurde dann in das zweite Feld übertragen. Die Motive sind sehr individuell und unterschiedlich.“

Lars Hoffmann, Schulleiter der Konrad Duden Schule freut sich besonders, dass das Kunstwerk seiner Schüler*innen genau zum Fest des 40 jährigen Bestehens der Schule am 01.07. fertiggestellt sein wurde.

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