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Quartiermanagement

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68159 Mannheim
Telefon: 0621 2932698

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Rheinau

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Hintergrund, Zahlen und Fakten zum Quartier

Rheinau-Mitte liegt im Stadtteil Rheinau am südlichen Stadtrand und wird auf allen Seiten begrenzt durch großflächige Verkehrsinfrastruktur. Die Relaisstraße ist die zentrale Verkehrsachse von Rheinau-Mitte mit einem vielfältigen Nahversorgungsangebot. Der Stadtteil entstand im Wesentlichen im Zuge des Ausbaus der chemischen Industrie entlang des sich entwickelnden Rheinauhafens Anfang des 20. Jahrhunderts. Die städtebauliche Struktur ist sehr heterogen und durch einen Stilmix gekennzeichnet. Vor allem westlich der Durlacher Straße dominieren die Geschossbauten, die sowohl im Besitz von Privatpersonen, wie auch Wohnungsbaugesellschaften, wie z.B. der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, sind.

Die Wohnverhältnisse variieren dabei stark: Während vor allem die Wohnungsbaugesellschaften ihre Bestände in den letzten Jahren sukzessive saniert haben, gibt es noch zahlreiche unsanierte Mehrfamilienhäuser, mit zum Teil schwierigen Wohnbedingungen. Es gibt zudem 9 Hochhäuser, davon am prägnantesten ist der in den 1970er Jahren entstandene Wohnblock der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH an der Durlacher Straße. Östlich davon und bis zum Rheinauer Ring erstrecken sich Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Stadtvillen. Der Stadtbezirk Rheinau-Mitte wird außerdem geprägt durch das Hafen- und Industriegebiet westlich der Bahngleise und durch den Rheinauer Wald, der sich östlich der B36 erstreckt. Im statistischen Bezirk Rheinau-Mitte leben etwa 10.600 Menschen.

16,7% sind unter 18 Jahre und in etwa 20% der Haushalte leben Kinder. Der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre liegt bei 20% und ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund ist in den letzten zehn Jahren von 49,8% auf 58% gestiegen, und liegt bei den Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bei 75,5%. Der Ausländeranteil liegt bei 32,5%.

Potentiale und Herausforderungen im Quartier

Die kulturelle Vielfalt in Rheinau-Mitte wird geprägt von den EinwohnerInnen, die z.B. aus der Türkei, Polen, Italien, Rumänien, Kroatien, Russland und den ehemaligen Teilrepubliken der russischen Föderation stammen. Diese kulturelle Vielfalt des Stadtteils zeigt sich nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch im Nahversorgungs- und Dienstleistungsangebot. Während viele diese Vielfalt und das tolerante Zusammenleben schätzen, gibt es auch immer wieder konfliktreiche Situationen und Menschen klagen über die Anonymität.

Der Sozialatlas der Stadt Mannheim vom Jahr 2017 stufte Rheinau-Mitte als „zentrumsfernen Planungsraum mit überdurchschnittlichen sozialen Problemlagen“(Typ 5a) ein (S. 92). Die nun gültige Sozialraumtypologie (ISM 2020: S. 10) weist Rheinau-Mitte den Typ 4 zu, als „sozialstrukturell eher auffällig“. Betrachtet man die verschiedenen Teilräume von Rheinau-Mitte, ergeben sich allerdings deutliche Unterschiede innerhalb des Quartiers. So konzentrieren sich die sozialen Problemlagen vor allem westlich der Durlacher Straße.

Diese sozialen Problemlagen beinhalten unter anderem einen hohen Anteil von Erwerbslosen, von Menschen, die Grundsicherung beziehen und den Kindern und Jugendlichen, die in diesen Haushalten aufwachsen.

Eine besondere Herausforderung stellen die Bildungs- und Teilhabechancen der Kinder und Jugendlichen, sowie der kürzlich zugezogenen BewohnerInnen mit Migrationshintergrund dar. Hier gilt es die Anstrengungen verschiedener Akteure im Quartier zu bündeln und zu unterstützen, um die Bildungschancen der Kinder zu verbessern und die Integration zu fördern.

Ein besonderes Potential zur Förderung des toleranten Zusammenlebens und der Integration findet sich in den zahlreichen Vereinen im Stadtteil. Hier wird ehrenamtliches Engagement gelebt und es existiert ein starker Zusammenhalt und eine Rheinauer Identität. Um dieses Potential zu nutzen werden die Vereine in ihrer Arbeit unterstützt und gemeinsam Ziele und Projekte entwickelt.

Das Wohnumfeld im Quartier ist sehr unterschiedlich gestaltet. Es gibt einige Spielplätze und öffentliche Flächen. Derzeit wird der zentral gelegene Marktplatz umgebaut, außerdem soll ein toller Mehrgenerationen-Spielplatz entstehen. Dabei ist die Beteiligung der BürgerInnen vor Ort enorm wichtig und ein zentrales Element der Quartierarbeit.

Struktur Quartierarbeit

Im Quartier gibt es zwei unterschiedliche Strukturen, die sich der Quartierarbeit widmen.

Im Sommer 2020 wurde das Quartiermanagement Rheinau in Trägerschaft des Mannheimer Quartiermanagement e.V. eingerichtet und mit Dr. Christiane Rudic als Quartiermanagerin besetzt.

Seit 2011 gibt es außerdem das Quartierbüro Rheinau, das durch den Caritasverband Mannheim e.V. getragen wird. Hier sind seit 2020 Viktoria Simic und Paul Wenzel für die gemeinwesenorientierte Arbeit zuständig.

Die GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH unterstützt das Quartierbüro über einen Festbetragszuschuss, aber auch durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten. Außerdem unterstützt sie weitere Einzelprojekte und Maßnahmen im Stadtteil und im Wohnkomplex Durlacher Straße.

Entsprechend des systemischen Arbeitsansatzes sind darüber hinaus (Fach-) Beratungsstellen und Projekte der Caritas am Quartierbüro angedockt und arbeiten in den Räumlichkeiten mit.

● Caritassozialdienst – allgemeine Lebens- und Sozialberatung
● Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer
● ANIMA (Ankommen in Mannheim) – muttersprachliche Beratung für Zuwanderer aus Südosteuropa

Quartiermanagement und Quartierbüro sehen sich als Team und besprechen die Stadtteilthemen gemeinsam, um den Stadtteil und seine Bürgerschaft bestmöglich zu unterstützen. Die Schwerpunktsetzung und Differenzierung der Aufgaben wird noch konkretisiert und in einem gemeinsamen Handlungs- und Entwicklungskonzept festgelegt.

Selbstverständnis und Ziele der Quartierarbeit

● Quartiermanagement und Quartierbüro Rheinau sehen sich als Fürsprecher des Stadtteils und seiner Bewohnerschaft. Beide tragen zu einer positiven und nachhaltigen Entwicklung des Stadtteils bei, ermöglichen Begegnung und unterstützen die unterschiedlichen Stadtteilakteure.

● In Anlehnung an die strategischen Ziele der Stadt, soll ein umfassendes Handlungskonzept erstellt werden. Durch dessen Umsetzung sollen der soziale Zusammenhalt im Quartier gestärkt, die Lebens- und Wohnbedingungen verbessert, die Bildungsgerechtigkeit erhöht und die soziale und kulturelle Teilhabe der Menschen im Quartier gewährleistet werden. Das bestehende bürgerschaftliche Engagement soll unterstützt werden und Netzwerke gestärkt und ausgebaut werden. Dazu ist eine enge Kooperation mit den zahlreichen städtischen, kirchlichen und sozialen Einrichtungen genauso notwendig, wie eine gute Kooperation mit der Politik, Stadtverwaltung und lokalem Gewerbe.

● Ein besonderes Augenmerk gilt den Kindern und Jugendlichen im Stadtteil, und damit den Themen Kindeswohl, Bildungsgerechtigkeit, soziale und kulturelle Teilhabe.

● Die Aktivierung und Einbindung der Bewohnerschaft ist dabei immer zentrales Element der Quartierarbeit, sie sollen aktiv in die Gestaltung des Quartiers eingebunden werden.

● Die folgenden Handlungsfelder sind eng miteinander verflochten im Sinne eines integrativen und holistischen Ansatzes.

Selbstverständnis und Ziele der Quartierarbeit

● Quartiermanagement und Quartierbüro Rheinau sehen sich als Fürsprecher des Stadtteils und seiner Bewohnerschaft. Beide tragen zu einer positiven und nachhaltigen Entwicklung des Stadtteils bei, ermöglichen Begegnung und unterstützen die unterschiedlichen Stadtteilakteure.

● In Anlehnung an die strategischen Ziele der Stadt, soll ein umfassendes Handlungskonzept erstellt werden. Durch dessen Umsetzung sollen der soziale Zusammenhalt im Quartier gestärkt, die Lebens- und Wohnbedingungen verbessert, die Bildungsgerechtigkeit erhöht und die soziale und kulturelle Teilhabe der Menschen im Quartier gewährleistet werden. Das bestehende bürgerschaftliche Engagement soll unterstützt werden und Netzwerke gestärkt und ausgebaut werden. Dazu ist eine enge Kooperation mit den zahlreichen städtischen, kirchlichen und sozialen Einrichtungen genauso notwendig, wie eine gute Kooperation mit der Politik, Stadtverwaltung und lokalem Gewerbe.

● Ein besonderes Augenmerk gilt den Kindern und Jugendlichen im Stadtteil, und damit den Themen Kindeswohl, Bildungsgerechtigkeit, soziale und kulturelle Teilhabe.

● Die Aktivierung und Einbindung der Bewohnerschaft ist dabei immer zentrales Element der Quartierarbeit, sie sollen aktiv in die Gestaltung des Quartiers eingebunden werden.

● Die folgenden Handlungsfelder sind eng miteinander verflochten im Sinne eines integrativen und holistischen Ansatzes.

Handlungsfelder, Schwerpunkte und Projekte

● Zusammenleben und Vielfalt
● Bildung und Teilhabe
● Wohnumfeld
● Sport und Kultur
● Älterwerden im Quartier
● Nachhaltigkeit und Gesundheit

Durch die Einrichtung des Quartiermanagements 2020 und die zusätzlichen städtischen Mittel für das Quartierbüro Rheinau werden die Schwerpunkte derzeit neu formuliert und aufgeteilt. Der folgende Überblick ist daher temporär und wird ergänzt, sobald aus vielen Projektideen Tatsachen geworden sind.

● Planung und Umsetzung von Bürgerbeteiligungsvorhaben in Kooperation mit der Stadt Mannheim (Bsp.: Mehrgenerationen-Spielplatz Plankstadter Straße; Kinderbeauftragte und Stadtraumservice)

● Aufbau eines Seniorennetzwerks mit Kirchengemeinden, Pflegeeinrichtungen, städtischen Einrichtungen und freien Trägern

● Viele weitere Projekte im Rahmen der o.g. Handlungsfelder in Arbeit

Kontakt

Dr. Christiane Rudić
Quartiermanagement Rheinau
Mannheimer Quartiermanagement e.V.
Relaisstr. 164
68219 Mannheim
0176 67519252
Christiane.rudic@maqua-ev.de


Viktoria Simić und Paul Wenzel
Quartierbüro Rheinau
Caritasverband Mannheim e.V.
Durlacher Str. 102
68219 Mannheim
Telefon: 0621 80 20 650
Mobil: 0177 9153 164
rheinau@caritas-mannheim.de

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