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Quartiermanagement

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Ziele, Strukturen und Aufgaben

ziele, strukturen & aufgaben

Entwicklung

In Mannheim wird ein besonderes Augenmerk auf eine nachhaltige Entwicklung der einzelnen Stadtteile (Quartiere) und Sozialräume gelegt. Stadt, Quartiermanagement e.V. und die verschiedenen Träger sind auf vielfältige Weise verflochten, um städtebaulich, wirtschaftlich, ökologisch und sozial kontinuierlich positive Entwicklungen zu ermöglichen. Zentral ist dabei stets das Zusammenwirken aller beteiligten Ebenen.

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Warum sprechen wir eigentlich von Quartieren und nicht von Stadtteilen?

Als Quartiere werden insbesondere Räume mit einem sozialen Bezugssystem angesehen, in denen soziale Netze aufgebaut, soziale Dienste angeboten und nachgefragt werden sowie nachbarschaftliche Kontakte stattfinden. Quartiere entsprechen daher nicht zwingend den verwaltungstechnischen Grenzen einer Gemeinde, eines Stadt- oder Ortsteils.

Der Mannheimer Quartiermanagement e.V. -kurz MaQua – wurde im Jahr 2011 gegründet. Zur weiteren Verzahnung zwischen Stadtverwaltung und dem Verein wurde im Jahr 2020 die Koordinierungsstelle Quartiermanagement der Stadt Mannheim geschaffen.

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Ziele

Mannheim und seine Quartiere sind von großer Vielfalt geprägt -das ist Bereicherung und Herausforderung zugleich. Die Quartiere sind sehr unterschiedlich, aber es gibt auch viel Verbindendes. Manch Verbindendes ist oft ganz offenkundig, manches schlummert noch im Verborgenen und muss auf den Weg gebracht oder ausgebaut werden. Dabei möchten wir den Zusammenhalt in den sehr heterogenen Quartieren fördern und aufrechterhalten.

Unser Ziel ist, das Leben in den Sozialräumen - also der Lebenswelt mit all ihren Facetten -der Quartiere zu verbessern - die sozialraumbezogene Entwicklung voranzubringen, ganz im Sinne des Mannheimer Leitbildes 2030 der „Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt“ und den Integrationspolitischen Leitlinien der Stadt Mannheim. Wir wollen mit unserer Arbeit dazu beitragen, Chancengerechtigkeit zu schaffen – der Ort, an dem ein Kind aufwächst, sollte z.B. nicht darüber bestimmen, welchen Bildungsweg dieses Kind gehen wird. Nur mit integrierten Ansätzen – also der ganzheitlichen Betrachtung unter Berücksichtigung aller sozialen, ökonomischen und ökologischen Faktoren eines Problems oder einer Aufgabe - kann gute Quartierarbeit für die ganze Stadt geleistet werden. Damit verbinden wir auch die ausgeprägte Bereitschaft, alle Stimmen zu hören sowie die Bereitschaft für ein koordiniertes strategisches Vorgehen. Nur ein koordiniertes und abgestimmtes Vorgehen, das die Besonderheiten der Mannheimer Stadtteile anerkennt und berücksichtigt, kann zu einer nachhaltig positiven Entwicklung führen.

Generell gehen wir bei unserer Arbeit nicht von Defiziten („Brennpunktquartiere“), sondern von Besonderheiten, Potentialen und Stärken aus - unsere Vielfaltsquartiere in Mannheim sind urban und bunt, jedoch in mancher Hinsicht auch prekär. Diese Stärken und Potentiale gilt es zu stärken bei gleichzeitiger Bekämpfung von Armutsrisiken und Benachteiligungen. Diese Ziele erreichen wir nicht nur durch „mehr Mittel“, sondern es bedarf besonderer, die Individualität der Quartiere berücksichtigende Wege und Maßnahmen.

(Quelle: Stadt Mannheim, Datenstand: 31.12.2016, Gebietsstand 01.01.2020)

Auch die demokratie- und kulturpolitische Dimension der Quartierarbeit sei an dieser Stelle hervorgehoben. Das Empfinden von lokaler Vernachlässigung, also der Vernachlässigung des Umfeldes, in dem ein Mensch lebt, ist oft auch Resultat aus erfahrener Ohnmacht, „Zustände“ ändern zu können und der empfundenen Distanz zwischen sich selbst und der Entwicklung im direkten Umfeld. Erst, wenn dieses Verhältnis wieder positiv erfahren wird, kann auch positive Identifikation mit dem eigenen Quartier und Teilnahme stattfinden. Gerade der Bereich Beteiligung und Teilnahme erfordert, dass die vielen Akteur*innen und Stakeholder in ihren Projekten miteinander kooperieren und die Maßnahmen unter dem Dach einer lokalen Strategie koordiniert werden.

Die gewachsenen Strukturen sind bereits jetzt sehr leistungsfähig und erreichen in den Quartieren zuverlässig eine große Zahl von Menschen -daran knüpfen wir mit integrierter und integrierender Quartierarbeit langfristig an, um starke Netzwerke handelnder Akteur*innen zu erreichen, die auch bei Veränderungen von Rahmenbedingungen stabil und handlungsfähig bleiben.

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Strukturen

Das Mannheimer Quartiermanagement kümmert sich vor allem um Stadtteile des Typs 4 und 5, in denen rund 80.000 der insgesamt 320.000 Einwohnerinnen und Einwohner Mannheims wohnen – hier stehen folgende Quartiere im besonderen Fokus:

Innenstadt, Jungbusch, Neckarstadt-West, Herzogenried, Wohlgelegen, Schönau, Hochstätt und Rheinau. Am längsten besteht das Quartiermanagement Jungbusch (seit 2002), jüngstes Projekt ist das Quartiermanagement Rheinau (2020).

Träger der Quartierbüros sind:
Stadt Mannheim, MaQua e.V., MWSP, Caritas, Trägerverein Gemeinschaftszentrum Jungbusch

Auf diese Weise wird eine schnelle und zielgerichtete Kommunikation in die Stadtteile, aber auch aus den Quartieren in die Stadtverwaltung hinein ermöglicht. Die Quartierarbeit ist also dank der Koordination gesamtheitlich ausgerichtet und kann so mit gesamtstädtischen Aufgaben verknüpft werden – andererseits wird die interdisziplinäre (themenübergreifende) Stadtteilentwicklung in der Verwaltung gestärkt.

Christian Hübel, Leiter des städtischen Fachbereichs Demokratie und Strategie, hat den 1. Vorsitz des Mannheimer Vereins für Quartiermanagement inne.

Dr. Tobias Vahlpahl, Leiter der Koordinierungsstelle Quartiermanagement ist Geschäftsführer des Vereins.

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Quartierarbeit / Quartiermanagement

Quartiermanagement stellt die Schnittstelle zu den Bewohner*innen im Quartier dar und zeichnet sich durch partizipative und lösungsorientierte Arbeitsweise aus. Das Quartiermanagement ist zentrale Anlaufstelle für Bewohnerschaft und Akteur*innen, moderiert Themen / Probleme und koordiniert Aktivitäten im Quartier. Die Arbeit des Quartiermanagements ist vielfältig und komplex, Aufgabenfelder sind:

● Ausbau und Festigung der Stadtteilstrukturen
● Vernetzung der Akteur*innen
● Zusammenleben und Identität stärken
● Stadtteilkultur fördern
● Wohnumfeld und öffentlichen Raum gestalten
● Sport, Freizeit und Gesundheit
● Sicherung des Gewerbes und der Nahversorgung
● Imageverbesserung und Öffentlichkeitsarbeit

Koordinierungsstelle Quartiermanagement

Seit Januar 2020 gibt es bei der Stadt Mannheim die Koordinierungsstelle Quartiermanagement, die im Fachbereich 15 -Demokratie und Strategie- angesiedelt ist. Hier laufen viele Steuerungsfäden zusammen und sollen in der Zukunft zu einem festen Netz der integrierten Quartierentwicklung verwoben werden.

Die Koordinierungsstelle ist eine wichtige Schnittstelle zu den Quartieren. Wir informieren die Bürgerinnen und Bürger über das aktuelle Geschehen, nehmen umgekehrt sehr wachsam auf, was die Menschen bewegt und tragen dies dann in die verschiedenen Gremien innerhalb der Stadtverwaltung. Zudem leiten wir auch eigene Maßnahmen ein, um die Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen.

Mit der Koordinierungsstelle rücken gesamtstädtische Perspektiven und quartierübergreifende Fragestellungen zusätzlich in den Fokus. Dabei betonen wir folgende drei Aspekte der Steuerung ganz besonders:

● investive Maßnahmen zur Verringerung unguter Entwicklungen im Bereich Wohnungsmarkt
● eine starke Konzentration auf Aspekte der Bildungsgerechtigkeit im Sinne von Chancengleichheit
● Demokratie- und Kulturpolitik für und mit allen Menschen.

Aufgabenübersicht in Kürze

● zentraler Ansprechpartner für die Quartiermitarbeiter*innen
● Kommunikation in die Quartiere Koordination der Quartierarbeit: Informationsaustausch, Beratung, Unterstützung bei Fachfragen, Moderation, Netzwerkarbeit
● quartierbezogene Erkenntnisse, Bedarfe erkennen und in die Stadtverwaltung kommunizieren
● Zentraler Ansprechpartner in die Stadtverwaltung
● Kommunikation in die Stadtverwaltung
● Teilnahme Gremien, Ausschüsse, Steuerungsgruppen

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MaQua e.V.

Der Mannheimer Quartiermanagement e.V. verfolgt satzungsgemäß in Übereinstimmung mit den städtischen Entwicklungszielen die Strategie, auf der Grundlage von Sozialraumanalysen evidenzbasierte Maßnahmen zu folgenden Schwerpunkten durchzuführen und zu koordinieren:

● Integration
● Förderung speziell benachteiligter Jugendlicher
● besondere Berücksichtigung der Situation von älteren Menschen
● Umweltschutz auf Quartierebene

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Vorstellung Vorstand

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Christian W. Hübel

Vorsitzender Mannheimer Quartiermanagement e.V.

Fachbereichsleitung Demokratie und Strategie Stadt Mannheim

„Ich mag an Mannheim besonders seine anregende und inspirierende Vielfältigkeit.“

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Dr. Tobias Vahlpahl

Geschäftsführer Mannheimer Quartiermanagement e.V.

Leitung Koordinierungsstelle Quartiermanagement im Fachbereich Demokratie und Strategie Stadt Mannheim

„Mannheim ist für mich der unbedingt positiv besetzte und inklusive Fokuspunkt des Gefühls von Heimat. Diesen teile ich gerne mit allen, die sich von der Faszination für diese Stadt anstecken lassen. Oder kurz gesagt: Monnem.“

Karl-Heinz Frings

Stellvertretender Vorsitzender Mannheimer Quartiermanagement e.V.

Geschäftsführer der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft

Thomas Weichert

Stellvertretender Vorsitzender Mannheimer Quartiermanagement e.V.

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